Wivenhoe eine kleiner Ort, am Fluss Colne gelegen. Ein kleiner Hafen, kleine Häuser und natürlich fährt man auf der linken Straßenseite. In einem Cafe darf man verträumt Tee trinken. Doppelt schmeckt man die Wärme, nachdem draußen der Nieselregen unter jede Haut zieht. Colchester hingegen eine Kleinstadt. Rund 120000 Einwohner. Der Name deutet angeblich auf das berühmte Camelot der Artus Sage hin. In jedem Fall findet man hier eine normmanische Burg, die auf Römerruinen gebaut ist. Dazwischen grüne Wiesen und der Campus.
Das Gelände hinter der Bibliothek auf der Westseite des Campus zieht sich noch einen Kilometer bis zur Straße, welche die beiden Orte miteinander verbindet. Zwei Teiche, Sträucher, Weiden, Holzstumpfe. Einzelne abgestorbene Bäume stehen wie Geister da. Durch das hohe Gras führen gemähte Pfade, die teilweise mit Kiesel bedeckt sind.
Es ist Herbst. Herbst. HERBST. Die Farben kennt man ja. Es sind Gold, Braun und Rot. Aufblickend von meinem abstrakten Studium, schaue ich durch das Fenster im 3.Stock der Bibliothek und mein Blick treibt wie die von Rilke beschriebenen fallenden Blätter ziellos in der Dunkelheit umher, von jedem Willen verlassen. Und während die Blätter also fliegen, hin und her gerissen von den Launen der Natur, erhebe ich genau dieses Bild zu meiner Norm.